Die Initiative für die Archive der freien darstellenden Künste e.V. unterstützt die Berliner Erklärung der Vielen.


Per­for­ming
the Archive

EIN ARCHIV DER FREIEN DARSTELLENDEN KÜNSTE ENTSTEHT.

 

 

Initiative für die Archive der Freien Darstellenden Künste e.V.

NEWS

Stellenausschreibung: Bewerbungsfrist 15.12.2022

Im Projekt „Digitales Archiv der Freien Darstellenden Künste. Entwicklung einer digitalen Struktur für die Verzeichnung, Speicherung und Zugänglichmachung des Archivs der Freien Darstellenden Künste in Deutschland“ des Vereins „Initiative für die Archive der Freien Darstellenden Künste e.V.“ mit Sitz in Berlin ist voraussichtlich ab Januar 2023 die Position

Konzept und Koordination Digitales Archiv

zu besetzen. Das Ausschreibungsdokument findet sich hier. Nachfragen zur Ausschreibung können an Lena Kron gesendet werden.

Material

Hier stellen wir Dokumente zusammen, die Einblick geben in die Arbeitsprozesse der Initiative und in Archiv-Projekte von Künstler:innen.

Abschlussbericht der Studie "Performing the Archive"

Im Jahr 2016 wurde eine erste Vorstudie zur Analyse der existierenden Bestände, zu den Bedarfen der Szene und den pteontiellen Architekturen eines Archivs der frien Darstellenden Künste unter Koordination des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, in Kooperation mit dem Bundesverband Freie Darstellende Künste, dem Dachverband Tanz Deutschland und dem Internationalen Theaterinstitut, sowie in Zusammenarbeit mit vielen Einzelakteur:innen, Kollektiven und Expert:innen sowie Fachinstitutionen untersucht Gern stellen wir Ihnen den 2018 erschienenen Abschlussbericht des Projekts "Performing the Archive - Studie zur Entwicklung eines Archivs des Freien Theaters" mit allen relevanten Ergebnissen, Handlungsempfehlungen und Expertisen zur Verfügung. Für die Zusendung des Dokuments wenden Sie sich bitte an Christine Henniger.

Inventarisierungen, durchgeführt von Henning Fülle

Einen Überblick über die Inventarisierungen bei Künstler:innen, durchgeführt von Henning Fülle, finden Sie hier.

 

 

 

 

Chronik

In diesem Abschnitt geht es um die Arbeitsprozesse der Initiative, die öffentlichen Beiträge, Panels und Diskussionen

 

Programm des Forums 2022 in München: Aufspüren, Bewahren, Verzeichnen

Zur Zugänglichkeit der Überlieferung Freier Darstellender Künste.
Entwicklung eines Archivprojektes.
Diskurse zur digitalen Struktur

Mittwoch, 4. Mai 2022; 10.00-17.00 Uhr

Das Forum "Aufspüren, Bewahren, Verzeichnen. Zur Zugänglichkeit der Überlieferung Freier Darstellender Künste. Entwicklung eines Archivprojektes", befragt den Status Quo Archiv in der Szene. Was hat sich getan seit der ersten Initiative im Jahr 2013, die zur Umsetzung einer Vorstudie und zur Bestandshalter:innenkonferenz 2016 sowie zur Publikation "Performing the Archive" 2018 geführt hat. Welche Szene-Initiativen wurden seitdem gegründet, welche politischen Schritte konnten erreicht werden?  Gemeinsam mit Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und Politiker:innen wollen wir die Diskussion fortsetzen.

Das Forum  Aufspüren, Bewahren, Verzeichnen ist eine Initiaitve des IAFDK e.V. Es wird gemeinsam mit den Partnerschaftsorganisationen Freie Szene München, Landesverband Freie Darstellende Künste Bayern, Bundesverband Freie Darstellende Künste, Dachverband Tanz Deutschland und Internationales Theaterinstitut Deutschland in Zusammenarbeit mit dem  Kulturreferat München durchgeführt.

Ein Forum des Vereins der Initiative für die Archive der Freien Darstellenden Künste
Bayerische Akademie der Wissenschaften
Alfons-Goppel-Straße 11, 80539 München

10.00 – 10.30

Begrüßung

Begrüßung durch den Vorstand der Initiative

Grußwort des Kulturreferenten der Landeshauptstadt München Anton Biebl

 

10.30 – 12.00 Uhr

Die Dezentralisierung der Archivalien

Gespräch mit: Dorothea Volz (Theatermuseum München), Christina Ruf (Landesverband Freie Darstellende Künste Bayern), Mascha Erbelding (Sammlung Puppentheater im Münchner Stadtmuseum), u.a.

Moderation: Professor Dr. Wolfgang Schneider (Vorstandsmitglied der Initiative)

Wesentliches Element eines Archives der Freien Darstellenden Künste ist der Aufbau eines zentralen Arbeitsinstruments für dezentrale Arbeitsprozesse, -strukturen und Institutionen. Darin drückt sich ein Grundprinzip der Selbstermächtigung der Freien Darstellenden Künste aus. Welche Kommunikations- und Aushandlungsprozesse zwischen den diversen Partner:innen der Theaterpraxis sind zu bedenken, wie sollen die kulturpolitischen Vernetzungen der Kommunen und Länder sowie deren Archivinstitutionen aussehen?

 

12.00 – 12.30 Uhr

Präsentation des Projektes „Digitales Archiv der Freien Darstellenden Künste“

Dr. Henning Fülle (Universität Hildesheim) und Christine Henniger (Internationales Theaterinstitut Deutschland)

 

12.30 – 13.30 Uhr

Mittagspause

 

13.30 – 15.00 Uhr

Die Digitalität der Archivierung

Gespräch mit: Franziska Voß (Fachinformationsdienst Darstellende Kunst), u.a.

Moderation: Michael Freundt (Dachverband Tanz Deutschland / Vorstandsmitglied der Initiative)

Mit dem Aufbau einer Plattform für strukturierte Metadaten zu Dokumenten künstlerischer Produktionen soll der Kern eines digitalen Archivs der Freien Darstellenden Künste geschaffen werden. Wie können innovative Datenbankstrukturen und Metadaten-Standards genutzt werden, um Künstler:innen, Produktionsorte und Fachexpert:innen die Mitarbeit an der Erfassung und Verzeichnung ihres Materials zu ermöglichen und dieses für alle zugänglich zu machen?

 

15.00 – 16.30 Uhr

Der Generationenwechsel: Kann das weg oder soll das ins Archiv?

Gespräch mit: Micha Purucker (Choreograph), Dr. Daniela Rippl (Kulturrefereat München), Dr. Rasmus Cromme (Ludwig-Maximilians-Universität München), u.a.

Moderation: Janina Benduski (Landesverband Freie Darstellende Künste Berlin / Bundesverband freie Darstellende Künste / Vorstandsmitglied der Initiative)

Für viele freie Künstler:innen, Kollektive und Bühnen, die in den vergangenen 50 Jahren in den freien darstellenden Künsten tätig waren, verschärft sich aktuell die Frage nach eine produktiven und lebendigen Bewahrung ihrer Arbeit. Dabei wird wiederholt deutlich, dass die bisherigen Archivverfahren und -organisationen die neuartigen Arbeitsformen in der Freiem Szene seit den 60er/70er Jahren bislang eher nicht im Blick hatten. Wie kann und soll es nun weitergehen mit den lebendigen Archiven des Performativen? Wie kann die Überlieferung heutiger Theaterformen organisiert und für die Zukunft fruchtbar gemacht werden, wenn immer mehr gegenwärtige Protagonist:innen ihr vielfältiges künstlerisches Werk ordnen und zugänglich bewahren wollen? Was geschieht mit dem materiellen kulturellen Erbe von Spielstätten, deren Gründer:innen mittelfristig den Betrieb nicht mehr stemmen können oder wollen? Gelingt es, die künstlerischen Ansätze von „Performing The Archive“ mit den etablierten Verfahren der großen Gedächtnisinstitution zu verbinden? Und wer entscheidet, was bewahrt werden soll und was wirklich in das gesellschaftliche kulturelle Gedächtnis eingeht?

 

16.30 – 17.00 Uhr

Ausklang des Forum, gemeinsamer Weg ins Deutsche Theatermuseum

 

17.00 – 19.00 Uhr

Die Lust am anderen Theater – Freie Darstellende Künste in München

Late-Night-Öffnung im Theatermuseum München, Galeriestraße 4A, 80539 München

 

Mitgliederversammlung 2022: Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V.

03.05.2022, 14.00-17.00

In diesem Jahr haben sich die Mitglieder des Vereins für ihre Mitgliederversammlung live im Teamtheater in München getroffen.
 

Mitgliederversammlung 2021: Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V.

29.10.2021, 11.00-14.00

In diesem Jahr können sich die Mitglieder des Vereins für ihre 2. Mitgliederversammlung live im Berliner Ringtheater im Zukunft am Ostkreuz treffen.
Um Anmeldung bis zum 22.Oktober per Mail wird gebeten. Bitte schreiben Sie an Christine Henniger.

 

Impulse-Akademie : Geschichte wird gemacht.

02.06.-06.06.2021, in Düsseldorf und im Netz

Nachlese zur AKADEMIE #1 “Geschichte wird gemacht” beim IMPULSE THEATER FESTIVAL 2021

Nachdem das IMULSE THEATER FESTIVAL zu seinem 30. Jubiläum im vergangenen Jahr mehr oder weniger der Pandemie zum Opfer gefallen war, hatte die Festivallleitung das Thema der historischen Selbstvergewisserung in das 31. Jahr seit der Gründung übernommen: “Geschichte wird gemacht!” war der Titel der “Akademie #1”, die vom 2. bis 6. Juni 2021 in Düsseldorf stattgefunden hat - tatsächlich streckenweise auch analog! 

Konzeption und Programm folgten dem Grundgedanken unserer Archividee “Performing the Archive”: Künstler:innen und Kollektive, junge Forscher:innen und  Wissenschaftler:innen wurden zu Projekten eingeladen, die sich im Sinne ästhetischer Forschung mit der Geschichte des Festivals und mit Herkunft und Entwicklung der Freien Darstellenden Künste beschäftigen.

Hier der LINK zur AKADEMIE #1 auf der Website des Festivals, die zunächst von Kolja Burgschuld und Alice Ferl und ab November 2020 von Daniel Richter und Susanne Berthold in Zusammenarbeit mit unserer Initiative (Christine Henniger, Henning Fülle) konzipiert und organisiert wurde:  https://www.beambase.de/beambase/impulse-theater-festival/akademie-1/#tab-2034

Hier ist das analoge und digitale Akademie-Programm tageweise vom 2. bis 6. Juni dokumentiert. https://www.beambase.de/beambase/impulse-theater-festival/akademie-1/#tab-2525

Die Dokumentation der Performing-Arbeiten der Resident:innen Interrobang, Christina Irrgang, Notfoundyet, Tuğba und Tunay Önder sowie Lucie Strecker&Victoria Vesna, die im “Lampenladen” in der Graf Adolf Straße in Düsseldorf  zu besichtigen waren,  findet sich hier: https://www.beambase.de/beambase/impulse-theater-festival/akademie-1/#tab-2034

Die Arbeit des Wiener Aktionskünstlers Otmar Wagner - “3000 Blatt oder Operation Reißwolf” -  konnte analog aus den bekannten Gründen nicht stattfinden; statt dessen hat Henning Fülle vom Ort der vorgesehenen Performance in Düsseldorf  ein 90-minütiges Video-Gespräch mit dem Künstler in seinem Atelier in Wien geführt, das hier dokumentiert ist: https://www.beambase.de/beambase/impulse-theater-festival/akademie-1/#tab-2642

Die Arbeiten der Künstler:innen aus NRW, die ein Forschungsstipendium der Akademie erhielten -  Anna Kpok, Cakey Blond, Futur 3, Ben J. Riepe/Freiraum und PIMA - sind hier dokumentiert:https://www.beambase.de/beambase/impulse-theater-festival/akademie-1/#tab-2081

Unter diesem Link finden sich auch die Aufzeichnungen der Gespräche, die Dorothea Marcus, Sarah Heppekausen, Norbert Raffelsiefen, Sascha Westphal und Honke Rambow vom Portal “Kritikgestalten” - kritik-gestalten.de - und Henning Fülle von der Initiative für die Archive der Freien Darstellenden Künste mit den Künstler:innen geführt haben.

 

Mitgliederversammlung 2020: Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V.

26.11.2020, 16.00-18.00

Digitale Konferenz

Zum Ende eines sehr bewegten Jahres wollen wir zur Mitgliederversammlung des Vereins ONLINE einladen, um sowohl zum Stand der Projekte zu sprechen wie auch zu Ausblick und Planung für das nächste Jahr.
Um Anmeldung zum Treffen per Mail wird gebeten. Bitte schreiben Sie an Christine Henniger. Der Link zur Versammlung geht Ihnen dann separat zu.
 

ARBEITSTREFFEN. Die Archive des Freien Theaters - Bestandsaufnahme und Perspektive

07.11.2019, 11.00-15.00

Theaterschiff Potsdam
Schiffbauergasse 9b, 14467 Potsdam

Beim öffentlichen Arbeitstreffen "Die Archive des Freien Theaters – Bestandsaufnahme und Perspektive" wird der aktuelle Stand von Archiv-Projekten zu den Freien Darstellenden Künsten auf der Ebene von Bundesländern und Kommunen vorgestellt. Das Treffen setzt dabei einen Fokus auf das Projekt zum Archiv des Freien Theaters in Brandenburg und gibt die Möglichkeit, einen Einblick in die bereits umgesetzten Recherchen und Inventarisierungen zu erhalten. Sie diskutiert das Projekt in Brandenburg im Verhältnis zu den Archiv-Prozessen in den anderen Bundesländern sowie zur bundesweiten Initiative für die Archive des Freien Theaters. Im Anschluss an die Veranstaltung findet die öffentliche Mitgleiderversammlung statt.

Um Anmeldung zum Treffen per Mail wird gebeten. Bitte schreiben Sie an Anne John.
 

Publikation "Performing the Archive" erschienen

Im Oktober 2018 wurde die Publikation zur Studie "Performing the Archive. Studie zur Entwicklung eines Archivs des Freien Theaters" veröffentlicht, die in der Hildesheimer Universitätsschriftreihe im Olms Verlag erscheint. Neben einer detailierten Erhebung der Orte, Akteur*innen und Bestände der Freien Darstellenden Künste sind es insbesondere die Beiträge von renomierten Akteur*innen aus dem dem Bereich des Kulturellen Erbes, der Informationswissenschaften und der Theaterwissenschaft sowie Stimmen der Szene, die eine umfassende Bedarfsbeschreibung für den Aufbau eines Archivs des Freien Theaters in Deutschland in diesem Buch ermöglichen.
 

Präsentation der Publikation "Performing the Archive"

28.11.2018 um 19.30

HAU Hebbel am Ufer/HAU 2
Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin

Eine erste öffentliche Präsentation der Publikation fand statt im HAU Berlin. Das Grußwort der Veranstaltung sprach die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages Katrin Budde, MdB.

Im Anschluss daran folgte ein Podiumsgespräch mit den Herausgeber*innen und Wegbegleiter*innen der Studie: Dr. Henning Fülle (Herausgeber), Christine Henniger (Herausgeberin, Internationales Theaterinstitut), Andrea Keiz (Videokünstlerin), Dr. Daniela Rippl (Kulturreferat München), Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Herausgeber, Universität Hildesheim), Prof. Dr. Stefanie Wenner (Hochschule für Bildende Künste, Dresden). Moderation: Michael Freundt (Dachverband Tanz Deutschland).

Fachworkshop: (Selbst-)archivierung in den Freien Darstellenden Künsten

16.11.2018 um 11.00

K3 - Zentrum für Choreographie
Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

Programmzettel, Probenprotokolle, Requisiten, Audioaufnahmen, und und und.... vielfältige Materialien, die die Produktionen der Freien Darstellenden Künste dokumentieren, entstehen – absichtlich und unabsichtlich. Was mit diesen Materialien passieren soll, wenn die Produktion abgespielt ist, ist oft zweitrangig. Doch immer mehr Akteur*innen beschäftigen sich damit, wie diese Fülle analogen und digitalen Materials gesichert, geordnet und für Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Journalist*innen oder Studierende zugänglich gemacht werden kann.

Am 16. November 2018 fand in Kampnagel K33, Hamburg ein Fachtreffen statt zu Formaten der Archive, die von den Akteur*innen der Szene zur Sortierung ihrer teils umfangreichen Bestände in Eigenregie mit Expert*innen aus Archiv und Informationstechnologie entwickelt wurden.

Der Aufbau des eigenen Archivs stellt die Akteur*innen dabei vor Fragen wie: Was sollte ich aufbewahren? Und für wen? Welche Ordnung und Systematisierung sind sinnvoll? Welche Informationen sollte ich wie verzeichnen? Dieses Arbeitstreffen bot Akteur*innen der Freien Darstellenden Künste die Möglichkeit zum Austausch über existierende Formate der Selbstarchivierung, Fragen zur Motivation und zu Erfahrungen beim Umgang mit den eigenen Archivalien. So wurde auch die Möglichkeit der Übertragung des eigenen Archivs in ein zukünftiges bundesweites Archiv des Freien Theaters erörtert.
 

Vereinsgründung: Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V.

Für die kulturpolitische Stärkung des Projekts haben sich die Projektträger in einer Vereinsstruktur verbunden. Seit Herbst 2018 ist der Verein mit seiner Arbeit aktiv.
 

Derzeitige Schritte: Studien auf Bundesländerebene

Für die Forsetzung des Projekts "Performing the Archive" konnte bereits 2017 ein Folgeprojekt in Brandenburg durchgeführt werden, das erste Erhebungen zu Beständen und Materialien der freien Akteur*innen vorgenommen hat. 2018 bewilligte der Senat von Berlin das Projekt "Archive des Freien Theaters in Berlin", das die Akteur*innen der Freien Szene in Berlin nach deren Vorstellung von einem Archiv der Freien Szene befragt und Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Archivar*innen in den gemeinsamen Diskussionsprozess für ein lebendiges Archiv einbinden will. Auch in Hamburg findet im Jahr 2018 ein Projekt zum Archiv in Zusammenarbeit mit der dortigen Freien Szene statt.

Abschluss der ersten Phase des Forschungsprojekts

Nach einjähriger Laufzeit konnte die Studie »Performing the Archive« als Auftakt zur Entwicklung eines Archivs des Freien Theaters abgeschlossen werden. Die mit Förderung der Beauftragen für Kultur und Medien, der Ministerien der Länder Brandenburg, Sachsen, Hamburg, Niedersachsen und Baden-Württemberg und unter der Projektträgerschaft des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, des Bundesverbands Freie Darstellende Künste, des Internationalen Theaterinstituts Deutschland, des Dachverbands Tanz Deutschland sowie des NRW KULTURsekretariats durchgeführte Studie liefert einen fundierten Überblick über den Umfang und die Zustände in Frage kommender Bestände. Sie umfasst des Weiteren die Konkretisierung der Aufgabenfelder ihrer Bewahrung und Erschließung sowie die Grundlinien der Konfigurierung eines Archivs für das Freie Theater.

Es ist Zeit für den nächsten Schritt: Die Ergebnisse des Forschungsprojektes legen es nahe, das Archiv des Freien Theaters im Kern als dezentrales Projekt mit einem schmal dimensionierten administrativen und logistischen Zentrum zu konzipieren, das Beratung und Struktur für regional und lokal zu konzipierende Vorhaben bietet.

Möglichst viele dezentrale Zugänge zu den Archivbeständen erlauben dabei einen möglichst vielfältigen Blick auf Objekte und Materialien zum Freien Theater. Einzelprojekte auf Stadt- und Länderebene stellen dabei die praktische Arbeitsebene vor Ort dar und bieten die Möglichkeit der engen Kommunikation mit Künstler*innen und Sammler*innen. Sie schaffen darüber hinaus den Raum zur künstlerischen und wissenschaftlichen Interpretation des zu sammelnden Materials.

 

Das war die Konzeptionskonferenz

Mehr als 100 Teilnehmer haben auf der Konzeptionskonferenz im Literaturhaus München diskutiert, wie Struktur und Arbeitsprozess für ein Archiv des Freien Theaters gestaltet werden sollten. Wir danken allen für die konzentrierte gemeinsame Arbeit, für Inititative und Engagement! In einem nächsten Schritt werden die Vision für ein Archiv des Freien Theaters im Sinne des "Performing the Archive" und die praktischen Ergebnisse der Studie zu Handlungsempfehlungen für das Archiv zusammengeführt. Informationen dazu werden auf dieser Seite präsentiert.

Das ermutigende und richtungsweisende Referat von Nele Hertling, das den Auftakt der Konferenz bildete, kann auf nachtkritik.de nachgelesen werden. 

Einladung zur Konzeptionskonferenz

Das Freie Theater braucht ein Archiv.
Wie dieses Archiv aufgebaut und strukturiert werden kann, ist Gegenstand des Projekts "Performing the Archive. Studie zur Entwicklung eines Archivs des Freien Theaters in Deutschland", koordiniert vom Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Die Konferenz wird eine Bilanz der bisherigen Recherchen zur Kartografie der Archivbestände zum Freien Theater und zu deren Umfang vorstellen. Gemeinsam mit BestandshalterInnen, KünstlerInnen, Förderern, Trägern und ForscherInnen wollen wir die sich abzeichnenden Dimensionen des Projektes diskutieren und näher bestimmen. Dabei werden sowohl technische und strukturelle als auchkutlurpolitische und inhaltliche Fragen an das Archiv des Freien Theaters im Fokus stehen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Zusammenarbeit mit dem Münchener Projekt eines lokalen Archivs des Freien Theaters, das dort mit einer ähnlichen Idee verfolgt wird. Wir laden Sie herzlich ein, sich an den Diskussionen und Gesprächen zu beteiligen!

Ort und Termin der Konferenz haben sich durch die Kooperation mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München ergeben. Dort wird das Projekt eines lokalen Archivs des Freien Theaters verfolgt, das womöglich als Modell für dezentrale Zusammenarbeit entwickelt werden kann. Die Landeshauptstadt unterstützt diese Konferenz finanziell und logistisch.

17. und 18. Oktober 2016

Literaturhaus München
Salvatorplatz 1
80333 München 

Auf Reisen

Das Forscher-Team zum Projekt, Henning Fülle und Christine Henniger, befindet sich seit Juni auf ersten Erhebungsreisen quer durch die Freien Theater Deutschlands. Dabei gibt es viele wertvolle Hinweise auf weitere Sammlungen bei Einzelkünstlern, Journalisten, Fotografen. Die Landschaft der Freien Szene ist vielfältig und bunt, die Ergebnisse der Erhebungen aufschlussreich und divers. 

Workshop-Phase des Projekts

Die Entwicklung der Konzeption des Archivs baut auf einer intensiven Workshop-Phase gemeinsam mit den Mitgliedern der Lenkungsgruppe und des Wissenschaftlich-Künstlerischen Beirats auf. Insgesamt 3 teils mehrtägige Workshops gaben Einblick in die Strategien zum Urheberrecht, Katalogisierungs- ud Verzeichnugsmethoden sowie Digitalisierungs-und Datenbanksysteme. 

BEWILLIGUNG DER VORSTUDIE

Das Projekt „Performing the Archive - Studie zur Entwicklung eines Archivs des Freien Theaters“ ist von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien positiv beurteilt worden. Zusammen mit den Kultusministerien der Länder Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und Sachsen sowie den Projektträgern Bundesverband Freie Darstellende Künste, Dachverband Tanz Deutschland, Internationales Theaterinstitut Zentrum Bundesrepublik Deutschland / Mime Centrum Berlin, NRW Kultursekretariat / Impulse Theaterfestival und Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim fördert es die Studie zum Bestandsüberblick über die Sammlungen und Materialien des Freien Theaters. Projektbeginn ist im Oktober 2015.

KONZEPTPHASE

Seit Beginn des Jahres 2014 arbeitet ein kleinerer Kreis bestehend aus dem Bundesverband Freie Darstellende Künste, der Impulse Theater Biennale, dem Mime Centrum und dem Internationalen Theaterinstitut Deutschland (ITI) an einem tragfähigen Arbeitskonzept für ein zu gründendes Archiv des Freien Theaters.

ARBEITSTREFFEN „Videoarchiv der Freien Theater“

26. November 2013 im Mime-Centrum, Berlin
Beiträge von Prof. Dr. Jan Lazardzig (Universität Amsterdam), Prof. Beatrice von Bismarck (Kulturen des Kuratorischen, HGB Leipzig), Thilo Wittenbecher (Mime Centrum Berlin), Michael Freundt (ITI) und Showcase Beat le Mot.

Mit Janina Benduski (LAFT Berlin) , Dagmar Domrös (Theater o.N.), Christian Esch (NRW Kultursekretariat), Henning Fülle, Christine Henniger (Mime Centrum), Florian Malzacher (Impulse), Alexander Opitz (BUFT), Aenne Quiñones (HAU), Stefanie Wenner (Impulse)

ARCHIV KICK-OFF

6. Juli 2013
Auf Einladung der Impulse Theater Biennale 2013 in Bochum Diskussion mit Martin Berg (Goethe Institut), Prof. Dr. Ulrike Hass (Universität Bochum), Martin Heering (BUFT), Prof. Dr. Annemarie Matzke (She She Pop und Universität Hildesheim), Kathrin Tiedemann (Künstlerische Leiterin, FFT Düsseldorf), Thilo Wittenbecher (Mime Centrum Berlin) u.a.

Digitales Archiv

Das digitale Archiv - digitaler Informationsspeicher und visuelle Präsenz für Künstler:innen

Mit dem Aufbau einer Plattform für strukturierte Metadaten zu Dokumenten und Materialien künstlerischer Produktionen und Arbeitsprozesse soll der Kern eines digitalen Archivs der Freien Darstellenden Künste geschaffen werden. Die Datenplattform wird innovative Datenbankstrukturen und Metadaten-Standards nutzen, um Künstler*innen, Produktionsorten und Fachexpert*innen die Mitarbeit an der Erfassung und Verzeichnung von Informationen und Material der Freien Darstellenden Künste zu ermöglichen.

Die Notwendigkeit eines solchen Projekts ist evident, gibt es doch keine archivrechtlich gesicherten Regelungen für die Abgabe und Aufbewahrung der Objekte und Materialien, die die Entwicklung der Freien Darstellenden Künste und seiner prägenden Produktionsweisen präsentieren. Um einen Zugang zur Geschichte der Freien Darstellenden Künste in Deutschland zu gewährleisten, ist somit die bundesweite Entwicklung einer digitalen Infrastruktur für das Archiv der Freien Darstellenden Künste elementar. Neben dem technisch-innovativen, anschlussfähigen Aufbau des Grundgerüsts für ein digitales Archiv müssen  Fragen zum Aufbau der Datenstruktur und Verzeichnungsfragen, theaterwissenschaftlichen Fragestellungen, archiv-(wissenschaftlichen) Fragestellungen, Fragen zur Entwicklung eines künstlerischen Zugangs zum Archiv im Zentrum eines solchen projekts stehen.

 

Dezentralität im Zentralen: Gemeinsames Vorgehen der Kommunen und Länder, Verbände und Institutionen

Wesentliches Element dieser Plattform ist der Aufbau eines zentralen Arbeitsinstruments für dezentrale Arbeitsprozesse, -strukturen und Institutionen. Hierbei stehen Kommunikations- und Aushandlungsprozesse zwischen den diversen Partner*innen der Freien Darstellenden Künste, den Kulturministerien der Länder und den Archiv- und Gedächtnisinstitutionen der Länder im Fokus. In enger Absprache sollen dauerhafte und nachhaltige Archivarchitekturen entwickelt werden.

Dabei wird ein zentraler Hub, als Basis der Entwicklung der digitalen Arbeitsstruktur, zum einen die Zusammenarbeit mit den Institutionen der Länder- und Kommunalebene koordinieren und zum anderen als Ansprechpartner für Anfragen zu Archivbeständen der Freien Darstellenden Künste, Recherchen zu den Beständen und ersten Informationen über die bestandstragenden Institutionen für Interessierte zur Verfügung stehen.

Die Kooperation mit den kommunalen und regionalen Strukturen ist für die langfristige Entwicklung des Projekts ein wesentlicher Parameter. Die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit auf diesen Ebenen zeigen erste Pilotprojekte der Erfassung von Dokumenten der Freien Gruppen auf Länder- und Stadtebene, so im Land Brandenburg und in München (2017) sowie im Land Berlin und der Freien und Hansestadt Hamburg (2018).

Wer sind wir

Um gemeinsam Archivstrukturen für die Freien Darstellenden Künste aufzubauen, haben sich die Verbände im Bereich von Tanz und Theater sowie Fach-Institutionen und Einzelakteur:innen auf diesem Gebiet 2018 zusammengeschlossen und den Verein „Initiative für die Archive der Freien Darstellenden Künste e.V.“ gegründet. Hervorgegangen ist der Verein aus einem Arbeitskreis zur Archivierung der freien Darstellenden Künste, der sich in losen Treffen seit 2013 vertieft mit der Idee eines Archivs für die Künste und aus den Künsten heraus beschäftigt.

 

MITGLIED WERDEN!

Die Initiative für die Archive der Freien Darstellenden Künste freut sich über Interesse an der Mitgliedschaft. Wollt ihr Mitglied werden?  Dann schreibt einen formlose Mail an info(at)theaterarchiv.org! Die Entscheidung über die Mitgliedschaft wird bei den Mitgliederversammlungen getroffen und bestätigt.

 

VORSTAND

Janina Benduski

Michael Freundt

Wolfgang Schneider

 

MITGLIEDER DES VEREINS

Institutionen

Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V.

Dachverband freie darstellende Künste Hamburg e.V.

Dachverband Tanz Deutschland e.V.

Fachinformationsdienst Darstellende Kunst

Internationales Theaterinstitut Deutschland e.V.

Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik

Landesverband freie Darstellende Künste LAFT Berlin e.V.

Landesverband Freie Darstellende Künste Schleswig-Holstein e. V.

NRW Kultursekretariat

Tanztendenz München

Theatermuseum Düsseldorf

 

Personen

Elisabeth Bode

Sören Fenner

Henning Fülle

Claudia Henne

Herbordt und Mohren

Atai Keller

Wolfgang Schneider

Christina Ruf

 

 

AUFRUF

Das Freie Theater in Deutschland braucht ein Archiv

Das Freie Theater in Deutschland braucht ein Archiv – für die Sichtbarkeit seiner Arbeit, als erweiterte Grundlage für die Anerkennung seiner eigenständigen Theaterästhetik, aber auch für die Auseinandersetzung mit seiner eigenen Geschichte. Die Entwicklung des Freien Theaters ist in Deutschland in besonderer Weise Moment der gesellschaftlichen – politischen und kulturellen – Bewegung der Modernisierung der postindustriellen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. In der Verbindung von unbedingt zeitgenössischer Perspektive und entsprechenden Produktionsweisen ist es ein bedeutsames Element der Erneuerung der deutschen Theaterlandschaft. Theater ist beweglich und ebenso beweglich soll das Archiv sein: ein lebendiger Ort des Austauschs – Performing the Archive; ein physisches Archiv, ein Ort, der Baustelle bleibt, immer im Entstehen; ein Ort des kollektiven Gedächtnisses, der der Beliebigkeit entgegenwirkt; ein digitaler Speicher im Internet, der inhaltlich Verbindungen generiert und aufzeigt.

Die Initiative für die Gründung eines solchen Archivs begann auf Einladung der Impulse Theater Biennale im Sommer 2013. Seither wurde in regelmäßigen Treffen das Konzept für ein lebendiges Archiv des Freien Theaters konkretisiert.

Wie ein solches Archiv und seine Struktur, die sich im Sinne der eigenständigen Ästhetik des Freien Theaters versteht, aufgebaut sein kann, wurde im Rahmen einer ersten Studie seit November 2015 untersucht, die 2017 abgeschlossen wurde. Auf dieser Webseite wollen wir alle Interessierten über das Projekt auf dem Laufenden halten.

 

 

Mission State­ment

Performing the Archive!
Für ein Archiv des Freien Theaters

Die Institutionalisierung des Freien Theaters als „zweiter Sektor“ der deutschsprachigen Theaterlandschaft ist in vollem Gange. Auch in Deutschland ist eine im Hinblick auf Produktionsweise, Dramaturgie und Ästhetik eigenständige national und international sehr gut vernetzte freie Theaterkultur entstanden, die wichtige Impulse auch über das eigene Genre hinaus gibt. Eine eigene Tradition hat sich etabliert, nun geht es darum, die Bedingungen zu verbessern unter denen die eigene Ästhetik jenseits der Stadttheaterstrukturen weiter entwickelt werden kann. Denn diese Bedingungen bleiben weiterhin – gerade auch im Vergleich zu anderen künstlerischen Bereichen – problematisch und nicht selten prekär: Kurzfristige Finanzierungen, permanenter Legitimationsdruck künstlerischer Arbeit außerhalb der etablierten Ensemble- und Repertoirebühnen, auch die mangelnde Bereitschaft zur Anerkennung des entstandenen alternativen Theaterkanons prägen nach wie vor den Alltag des Freien Theaters.

Inzwischen aber haben sich nicht nur interne Traditionslinien und ein breiter theoretischer Diskurs über nicht dramenbasierte Theaterformen und –ästhetiken entwickelt; auch international ist das Interesse an der Erforschung und Vermittlung dieser Arbeit in den letzten Jahren stark gewachsen. Dagegen führt aber permanenter Produktionszwang zur Vernachlässigung der eigenen Geschichte und überlässt sie dem ephemeren Vergessen.

Das Freie Theater braucht ein Archiv – für angemessene Sichtbarkeit, aber auch als erweiterte Grundlage für die Anerkennung seiner eigenständigen Theaterästhetik. Es braucht das Archiv für die Darstellung und Reflexion seiner Geschichte, als Raum zur Entlastung vom permanenten Legitimationsdruck und als eine Antwort auf eben den, vor allem wirtschaftlichen Zwang, ununterbrochen Neues zu produzieren.

Ein Archiv des freien Theaters, das performancebasierte Produktionsweisen ebenso einschließt wie dokumentarische Praxis, textbasiertes Spielen ebenso wie Bildertheater oder ein Theater des Atmosphärischen. Internationale Inspirationen sollten ebenso einen Ort haben, wie genreübergreifende Archivalien, Artefakte ebenso wie Fundstücke, das Readymade ebenso wie das zu Marketingzwecken angefertigte Video eines Theaterabends.

Was Theater ist, was es heißen kann, was es kann, ist nicht fest geschrieben und nicht fixiert. Theater ist beweglich und ebenso beweglich soll das Archiv sein: Ein lebendiger Ort des Austauschs – Performing the Archive. Künstler und Kuratoren geben dem Archiv Gestalt, es ist ein Formwandler, ein utopischer Ort, eine Heterotopie. Es ist ein physisches Archiv, ein Ort, der Baustelle bleibt, immer im Entstehen. Es ist ein lebendiges Archiv, immer in Bewegung, es unterliegt einer ständigen Neuordnung. Das Archiv ist kein Werbemedium für Einzelgruppen, sondern in Ort des kollektiven Gedächtnisses. Es wirkt der Beliebigkeit entgegen und erscheint im Internet als digitaler Speicher, der Verbindungen generiert und zeigt.

Wir suchen Kollaborateure, die ihre Sammlungen in das Archiv einbringen, Akteure, die auch das mit einbringen, was nicht getan wurde, ein Archiv der nicht getanen Projekte mitdenken, Sponsoren, die das Archiv mit finanzieren wollen, Konspirateure, die das Archiv als lebendigen Ort des Austauschs und der Geschichte mitgestalten wollen.

 

Newsletteranmeldung

Kontakt

Über Fragen und Anregungen zum Projekt freuen wir uns!

Initiative für die Archive der Freien Darstellenden Künste e.V.

Anschrift: c/o Zentrum Bundesrepublik Deutschland des Internationalen Theaterinstituts e.V.
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
per Mail